Ein unterschätztes Protein wird erhört
G-alpha-i3 steuert die Entwicklung der Hörfunktion - Anordnung und Ausrichtung feiner Härchen im Innenohr entscheidend. Ein bislang unterschätztes Protein trägt entscheidend dazu bei, ob wir in der Lage sind zu hören oder nicht. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Tübingen und dem INSERM, Neurocentre Magendie, in Bordeaux sowie aus England und den USA konnten zeigen, dass das Protein G-alpha-i3 die Anordnung und Ausrichtung feiner Härchen im Innenohr steuert, die beim Menschen und vielen an Land lebenden Wirbeltieren für die Hörfähigkeit grundlegend sind. Damit zeigen sie einen neuen Ansatz auf, wie genetisch bedingte Schwerhörigkeit künftig behandelt werden könnte. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher jetzt im Fachmagazin Nature Communications. Im Zentrum der Wahrnehmung akustischer Signale steht die Umwandlung von Schallwellen in elektrische Nervenimpulse. Das ermöglichen die im Innenohr lokalisierten Haarzellen, die hierfür mit Bündeln von feinen Härchen, sogenannten Stereozilien, ausgestattet sind.


