Wissenschaftler machen akute Entzündungen im Gehirn bei Multipler Sklerose sichtbar

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Forscher des Exzellenzclusters
Forscher des Exzellenzclusters "Cells in Motion" machten Entzündungen im Gehirn bei Mäusen (links) und bei Multiple-Sklerose-Patienten (rechts) sichtbar. Dazu markierten sie bestimmte Enzyme (MMPs). - Nachdruck mit Genehmigung des Verlags aus: Gerwien und Hermann et al., Sci. Transl. Med. 8, 364ra152 (2016) 9. November 2016
Auf Patienten übertragen, was man zuvor in der tierexperimentellen Untersuchung festgestellt hat - das ist das grosse Ziel vieler in der Biomedizin arbeitender Wissenschaftler. Gelungen ist es Forschern des Exzellenzclusters "Cells in Motion" (CiM) der Universität Münster: Sie konnten erstmals akute Entzündungen im Gehirn bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS) bildgebend nachweisen. Dabei arbeiteten Experten verschiedener Disziplinen über mehrere Jahre in einer einzigartigen Form zusammen und kombinierten bildgebende Verfahren von der Mikroskopie bis zur Ganzkörperbildgebung. Die Folgen einer Entzündung im Gehirn lassen sich bereits mit einem klinisch etablierten Verfahren, der Magnet-Resonanz-Tomographie, darstellen. Zusätzlich die Entzündung selbst sichtbar zu machen, könnte zukünftig dazu beitragen, bei Patienten mit Multipler Sklerose genauere Diagnosen zu stellen und Therapien besser überwachen sowie zielgerichteter einsetzen zu können. Die Studie ist aktuell in der anerkannten Fachzeitschrift "Science Translational Medicine" erschienen. Multiple Sklerose macht Patienten meist in Schüben erheblich zu schaffen.
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