Europäische Muslime: kritischer gegenüber Kopftuch bei Lehrerinnen als gegenüber Religionsunterricht

Nicht nur christliche Einheimische in Europa sind im Durchschnitt kritischer gegenüber Kopftüchern für Lehrerinnen als gegen Religionsunterricht eingestellt, auch Muslime selbst sind es. Das zeigt eine von der Europäischen Kommission geförderte Studie (EURISLAM-Umfrage) in sechs europäischen Ländern. Die Studie ergab, dass die Befragten bei der Bewertung religiöser Rechte sehr differenziert urteilen. So wurde der staatliche Religionsunterricht für Muslime insgesamt positiver bewertet als das Kopftuch bei muslimischen Lehrerinnen. Religiöse Menschen traten sowohl für die Rechte der eigenen Gruppe als auch der anderer Gruppen ein. Die Studie von Sarah Carol vom Institut für Soziologie und Sozialpsychologie (ISS), Professor Dr. Marc Helbling (Uni Bamberg, WZB Berlin) und Dr. Ines Michalowski (WZB Berlin) "A Struggle over Religious Rights? How Muslim Immigrants and Christian Natives View the Accommodation of Religion in Six European Countries" lässt sich in der Fachzeitschrift Social Forces, Volume 94, Issue 2, S.647-671 einsehen (http://sf.oxfordjournals.org/content/94/2/647). Die Sozialwissenschaftler untersuchten die Einstellungen zu religiösen Rechten für Christen und Muslime in sechs europäischen Ländern: Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Niederlande und Schweiz.
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