Auf den Steifheitsgrad kommt es an
Der Penis des Distelschildkäfers ist so lang wie der Käfer selbst. Was zunächst beglückend klingt, kann bei der Paarung kompliziert sein. Denn auch die Weibchen verfügen über ein überlanges Geschlechtsorgan, das zudem spiralförmig gedreht ist. Wie die Käferfortpflanzung trotzdem gelingen kann, haben jetzt Dr. Yoko Matsumura, Dr. Alexander Kovalev und Professor Stanislav Gorb vom Zoologischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) untersucht. Im Fachmagazin Scientific Reports berichten die Forschenden, welche mechanischen Eigenschaften des Penis am besten für das Eindringen in das Weibchen geeignet sind und eröffnen neue Rückschlüsse auf die sexuelle Selektion. Männchen und Weibchen bevorzugen aufgrund unterschiedlicher äußerer Kriterien bestimmte Sexualpartnerinnen und -partner. Evolutionär hat diese Wahl einen großen Einfluss auf Form und Aussehen der Lebewesen.


