Neuer Meilenstein bei Zwei-Schleifen-Rechnungen

Produktion zweier Z-Bosonen am Large Hadron Collider (LHC). Das Feynman-Diagramm
Produktion zweier Z-Bosonen am Large Hadron Collider (LHC). Das Feynman-Diagramm zeigt einen Zwei-Schleifen-Beitrag für die Kollision eines Quarks und eines Antiquarks.
Vorhersage für Paarproduktion von Z-Bosonen am LHC mit zuvor unerreichter Präzision berechnet. Wissenschaftlern an den Instituten für Physik der Universität Zürich und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ist die Berechnung einer besonders genauen Modellvorhersage für einen wichtigen Streuprozess am Large Hadron Collider (LHC) gelungen: der Paarproduktion von Z-Bosonen. Hierfür wurden neue analytische Methoden entwickelt, die auf modernen mathematischen und computeralgebraischen Techniken beruhen. "Unsere Methoden erlauben eine Vielzahl präziser und detaillierter Vorhersagen für die derzeit häufig diskutierte Paarproduktion von Z- und W-Bosonen", erklärt Dr. Andreas von Manteuffel vom Institut für Physik der JGU. Insbesondere seien diese genauen Vorhersagen notwendig, um in diesen Prozessen mögliche Effekte sogenannter neuer Physik jenseits des Standardmodells zu entdecken. Das Standardmodell der Teilchenphysik kann fast alle physikalischen Beobachtungen beschreiben, allerdings hat es Lücken, weshalb weltweit nach neuer Physik gesucht wird. Am LHC, einem großen Beschleunigerring am europäischen Forschungszentrum CERN bei Genf, werden stark beschleunigte Protonen zur Kollision gebracht und die dabei entstehenden Teilchen genau vermessen.
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