Die ,,virtuelle optokinetische Trommel", die für die nun veröffentlichte Studie der Neurobiologen um Thomas Münch entwickelt wurde, erlaubt schnellere und objektivere Messungen der Sehfähigkeit von Mäusen als vorherige Apparaturen. (c) American Psychological Association 2013
Neue Methode könnte helfen, Behandlungsansätze gegen Blindheit schnell und zuverlässig zu bewerten. Wie kann man mit einfachen Mitteln die Sehfähigkeit eines Tieres untersuchen? Dieser Frage geht die Arbeitsgruppe von Dr. Thomas Münch am Centrum für Integrative Neurowissenschaften der Universität Tübingen nach. Dr. Münch beschäftigt sich unter anderem mit der Wiederherstellung von verloren gegangener Sehfunktion. Mäuse leiden teilweise unter ähnlichen Erblindungskrankheiten wie Menschen, so lassen sich neue Therapieansätze bei ihnen entwickeln und anwenden. Da die behandelten Tiere selbst keine Auskunft geben können, versucht man über Verhaltensbeobachtungen Rückschlüsse auf die Sehfähigkeit zu ziehen. Üblicherweise werden hierfür Tiere mit Futter darauf dressiert, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen, sobald sie beispielweise Farben oder Muster erkennen. Dieser Versuchsansatz ist allerdings zeitaufwändig und die Dressur bei erblindenden Tieren nahezu unmöglich.
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