Wir hoffen, den größten Teil der Materie im All nachzuweisen?

Im italienischen Gran-Sasso-Untergrundlabor läuft das Experiment Xenon100, mit dem eine internationale Kollaboration unter Beteiligung des Heidelberger Max-Planck-Instituts für Kernphysik die mysteriösen Teilchen direkt nachzuweisen sucht. Vor kurzem veröffentlichten die Forscher die Auswertung von hundert Tagen Messzeit. Ergebnis: Ein signifikantes Signal für Dunkle Materie liegt zwar noch nicht vor, aber daraus ergeben sich die weltbesten Einschränkungen für Massen und Wechselwirkungsstärken der WIMPs, die bereits merklich in den vorhergesagten Bereich reichen Seit Jahrzehnten mehren sich die Hinweise darauf, dass der Stoff, aus dem alle Sterne, Planeten und auch wir Menschen bestehen, nur knapp fünf Prozent der insgesamt im Universum vorhandenen Materie ausmacht. Die Dunkle Materie steuert 23 Prozent bei, den Löwenanteil stellt die Dunkle Energie mit 72 Prozent. Theoretische und experimentelle Indizien sprechen dafür, dass sie aus noch unbekannten Elementarteilchen besteht, die überall im Universum vorhanden sind. Physiker nennen sie WIMPs (Weakly Interacting Massive Particles), weil sie mit normaler Materie so gut wie keine Wechselwirkung eingehen. Aus diesem Grund haben sich die Teilchen bisher jedem direkten Nachweis entzogen und machen sich lediglich über ihre Schwerkraft in astronomischen Beobachtungen bemerkbar. Die jüngsten Resultate des Detektors Xenon100 haben Auswirkungen auf die Theorie der Teilchenphysik und die Experimente am Beschleuniger LHC des CERN in Genf. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus?
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