Protein zeigt Pflanzen den Sauerstoffgehalt der Umgebung an

Der Transkriptionsfaktor RAP.12 bleibt bei Sauerstoffmangel länger aktiv Pflanzen brauchen zum Wachsen Wasser, doch jeder Hobbygärtner weiß, dass man es mit dem Gießen auch übertreiben kann. Bei Staunässe im Boden oder gar Überschwemmung können die Pflanzen nicht mehr genug Sauerstoff aufnehmen, den sie dringend für ihre Zellatmung und die damit verbundene Energieproduktion benötigen. Auf diesen Sauerstoffmangelzustand, Hypoxie genannt, antwortet die Pflanze mit der Aktivierung bestimmter Gene, die ihr helfen, den Stress besser zu bewältigen. Bisher war ungeklärt, über welchen Mechanismus Pflanzen die Sauerstoffkonzentration messen. Neueste Experimente zeigen, dass sich ein Transkriptionsfaktor, also ein Protein, welches Gene aktivieren kann, bei Sauerstoffmangel von der Zellmembran löst, im Zellkern anreichert und dort Stressantwortgene aktiviert. Obwohl Pflanzen über die Fotosynthese in der Lage sind Sauerstoff zu produzieren, sind sie bei Dunkelheit genauso auf externen Sauerstoff für ihre Zellatmung angewiesen wie Menschen und Tiere. Sind die Pflanzen von der Sauerstoffzufuhr abgeschnitten, zum Beispiel in Folge von Überflutung, wird die Energie in den Zellen knapp und die Pflanze muss sich diesen veränderten Bedingungen anpassen.
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