Neutrinos: Geisterteilchen mit wechselhaftem Ego

Blick in den Neutrino-Detektor von Chooz nach dem Einsetzen beider Plexiglasbehä
Blick in den Neutrino-Detektor von Chooz nach dem Einsetzen beider Plexiglasbehälter. (Foto: Double-Chooz Collaboration
Bislang ist unbekannt, nach welchen Regeln Neutrinos ihre Identität ändern. Eine Studie, an der Wissenschaftler des Exzellenzclusters Universe an der TU München beteiligt waren, hat nun offenbart, dass wohl auch der letzte von drei Parametern, die die Oszillation der Neutrinos beschreiben, größer als Null ist. Diese Neutrino-Eigenschaft würde letztlich erklären helfen, warum im frühen Universum überhaupt Materie entstehen konnte. Die Arbeit erscheint in einer der nächsten Ausgaben des Fachjournals Physical Review D. Weitere Messungen der Neutrino-Eigenschaften finden derzeit in einem auf fünf Jahre angelegten Experiment in der französischen Stadt Chooz statt. Geheimnisvoll waren sie immer. Jahre mussten vergehen, ehe sich die Vorhersage der theoretischen Physik bestätigte und die Existenz der Neutrinos 1956 endlich experimentell nachgewiesen wurde. Der Grund für diese Geduldsprobe: Neutrinos interagieren nur über die schwache Wechselwirkung mit anderen Materieteilchen.
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