Die Süßwasserschildkröte der Gattung Boremys sitzt auf einem Schädel des Dinosauriers Triceratops nach dem Meteoriteneinschlag. Illustration: Brian Roach
Neuer Beleg für den Meteoriten als Dino-Killer - Schildkröten verschlafen das Aussterben. Ein internationales Team von Wissenschaftlern unter der Leitung von Tyler Lyson von der Yale University und Walter Joyce von der Universität Tübingen hat das weltweit jüngste Fossil eines großen Dinosauriers entdeckt. Der Fund stützt die gängige These, dass die Dinosaurier durch einen Meteoriteneinschlag am Ende der Kreidezeit vor 65 Million Jahres ausgelöscht worden sind. Kritiker dieser These hatten angeführt, dass Dinosaurier in den obersten drei Metern der Ablagerungen der Kreidezeit fehlen und deshalb die Gegenthese aufgestellt, dass diese Tiere bereits vor dem gut dokumentierten Einschlag ausgestorben waren, vielleicht im Zuge von Klimaänderungen durch Vulkanausbrüche. Generell ist es statistisch unwahrscheinlich, Überreste der letzten Dinosaurier zu finden, da Sedimente vom Ende der Kreidezeit weltweit selten sind und meist fossilarme Sumpfablagerung darstellen. Der neue, spektakuläre Fund eines Horndinosauriers (Ceratopsier) wurde letztes Jahr in der Hell Creek Formation im US Bundesstaat Montana gemacht. Es handelt sich um ein ca. 40cm langes Horn, das wahrscheinlich von dem acht Tonnen schweren Dinosaurier Triceratops horridus stammt.
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