Eine der zwei Himmelsregionen, in denen das CANDELS-Team einen ungewöhnlichen neuen Typ Zwerggalaxie gefunden hat. Der gezeigte Ausschnitt ist Teil des sogenannten GOODS-South-Felds im Sternbild Chemischer Ofen. Es handelt sich um ein Falschfarbenbild aus Daten der beiden astronomischen Kameras ACS und WFC3 des Weltraumteleskops Hubble.
Ungewöhnlich produktive Sternsysteme geben Rätsel auf, scheinen aber gleichzeitig das Problem der Verteilung Dunkler Materie zu lösen. Im frühen Universum gab es kleine, junge Galaxien, die in geradezu atemberaubendem Tempo neue Sterne produzierten. Die gängigen Modelle bieten keine Erklärung für eine derart hohe stellare Geburtenrate. Und doch sind diese aktiven Zwerggalaxien Realität: Astronomen unter der Leitung von Arjen van der Wel vom Heidelberger Max-Planck-Institut für Astronomie haben sie mit dem Weltraumteleskop Hubble beobachtet. Zwerggalaxien mit etwa einem Hundertstel der Masse der Milchstraße sind der häufigste Galaxientyp im All. Weit entfernte Zwerggalaxien erscheinen jedoch sehr lichtschwach und klein; sie lassen sich daher schwer nachweisen. Bisher konnten die Forscher nur einzelne dieser Objekte genauer untersuchen.
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