Durch sein einzigartiges Design ermöglicht Lofar die gleichzeitige Erfassung der Radiostrahlung aus unterschiedlichen Himmelsrichtungen. Für das vorliegende Bild wurden fünf über den ganzen Himmel verteilte Pulsare mit Lofar gleichzeitig beobachtet.
Einem internationalen Astronomenteam unter Beteiligung von deutschen Wissenschaftlern ist es gelungen, die bisher empfindlichsten Beobachtungen von Pulsaren bei niedriger Frequenz aufzunehmen. Die Messung gelang mit dem europäischen Radioteleskop-Netzwerk Lofar. Pulsare sind schnell rotierende Neutronensterne, die bei der Explosion von sehr massereichen Sternen (Supernovae) entstehen. Das europäische Niederfrequenz-Radioteleskop Lofar ist das erste einer ganzen Reihe neuartiger Radioteleskope zur Erforschung des Universums bei den niedrigsten Frequenzen, die überhaupt vom Erdboden aus zugänglich sind. Das Auffinden von neuen Pulsaren und deren Erforschung in diesem „Radiofenster“ gelten als ein Schlüsselprojekt. Daran beteiligt ist auch das deutsche Konsortium Glow ( German Long Wavelength ), dem unter anderem die Gruppe von Michael Kramer, Direktor am Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie, angehört. „Wir kehren hier zu den Radiofrequenzen zurück, bei denen die Pulsare ursprünglich in den 1960er-Jahren entdeckt worden sind“, sagt Ben Stappers von der Universität Manchester, der Erstautor der Veröffentlichung, die demnächst im Fachjournal Astronomy & Astrophysics erscheinen wird.
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