RWTH-Forscher entdecken neue Brustkrebsmarker
- EN- DE
Im Kampf gegen den Brustkrebs verzeichnet die Wissenschaft immer größere Erfolge zugunsten der Patientinnen. Auch Wissenschaftler der RWTH Aachen sind an dieser positiven Entwicklung beteiligt und erforschen die oft heimtückische Erkrankung. Die Arbeitsgruppe Molekulare Onkologie unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. Edgar Dahl am Institut für Pathologie (Direktorin: Univ.-Prof. Ruth Knüchel-Clarke) des Universitätsklinikums Aachen hat nun Brustkrebsmarker entdeckt, die zukünftig möglicherweise einer größeren Patientinnengruppe die Chemotherapie ersparen können. Dank Krebsfrüherkennungsprogrammen - wie regelmäßiger Mammographie - sind bei 50 bis 60 Prozent der Brustkrebspatientinnen die Lymphknoten der Achselhöhlen zum Zeitpunkt der Diagnose noch nicht befallen, Metastasen in anderen Organen können dann nahezu ausgeschlossen werden. Mediziner sprechen in diesem Fall von einem Nodal-negativen Brusttumor, der eine deutlich bessere Prognose für die Patientin bedeutet, als ein Nodal-positiver Brusttumor, bei dem die Lymphknoten bereits von Tumorzellen befallen sind. "Leider bekommen immer noch rund 80 Prozent aller Brustkrebspatientinnen mit einem Nodal-negativen Brusttumor eine Chemotherapie, obwohl dies nur bei etwa 30 Prozent der Patientinnen dieser Gruppe notwendig wäre", erklärt Professor Dahl. "Das Problem ist, dass wir bisher nicht wissen, welche Patientinnen zu den 30 Prozent gehören, die ein hohes Rückfall-Risiko haben, daher wird den meisten Frauen zur Sicherheit die Chemotherapie empfohlen." Dieses Problem der Übertherapierung soll in Zukunft durch die molekularpathologische Analyse des Tumorgewebes gelöst werden.




