Lehren aus der Leere

Die abgebildete Simulation zeigt die Verteilung der Dunklen Materie in unserem U
Die abgebildete Simulation zeigt die Verteilung der Dunklen Materie in unserem Universum: Die Galaxien sind ungleichmäßig verteilt und von Hohlräumen umgeben. Die großflächigen Strukturen ähneln einem kosmischen Netzwerk, wie Hamaus bereits 2014 in einem Modell zeigte, indem er das Dichteprofil von Hohlräumen beschrieb. (Abbildung: Nico Hamaus, LMU)
Ein Forscherteam um LMU-Physiker Nico Hamaus berechnet die Dynamik kosmischer Hohlräume und zieht daraus Rückschlüsse auf unser gesamtes Universum. Unser Universum besteht zum grossen Teil aus Leere, den sogenannten kosmischen Hohlräumen (Cosmic Voids). Sie dehnen sich immer weiter aus, da die wenige in ihnen enthaltende Materie aufgrund der Schwerkraft an ihre Ränder strebt. So ähnelt das Universum einem kosmischen Netzwerk mit grossen weitgehend leeren Blasen, die mit Filamenten von Materie verbunden sind, auf denen sich die Galaxien verteilen. LMU-Physiker Dr. Nico Hamaus und seine Kollegen haben nun auf Basis von Daten des Sloan Digital Sky Surveys (SDSS), bei dem Wissenschaftler mit einem Teleskop die Struktur des Universums kartieren, Aufbau und Geometrie der Hohlräume berechnet. Die Analysen der Forscher zeigen, mit welcher Dynamik sich die Hohlräume ausdehnen. "Nico Hamaus ist es zum ersten Mal gelungen, mit der Analyse der kosmischen Hohlräume kosmologische Modelle einzuschränken", sagt Professor Jochen Weller von der Universitätssternwarte der LMU.
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