Von der Forschung zur Anwendung

Deutsche Forschungsgemeinschaft und Fraunhofer-Gesellschaft fördern trilaterales Projekt mit Beteiligung der RWTH Aachen.

 

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Fraunhofer-Gesellschaft fördern sechs neue trilaterale Kooperationsprojekte zum Transfer von Erkenntnissen aus DFG-geförderten Vorhaben in die Wirtschaft. Dabei kooperieren Hochschulen, Fraunhofer-Institute und Unternehmen miteinander, sodass Unternehmen schon früh an Innovationen aus der Forschung partizipieren können. Die sechs Vorhaben werden für drei Jahre mit insgesamt rund fünf Millionen Euro finanziert. Darunter auch das Projekt ,,Technologieentwicklung für die effiziente Produktion von Glaskomponenten im Innenund Außenbereich von Automobilen der Zukunft" unter Leitung der RWTH und des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie (IPT) in Aachen. Anwendungspartner aus der Wirtschaft ist J. Hauser GmbH & Co. KG in Solms. Seitens der Hochschule sind Professorin Stefanie Reese und Jaan Simon vom Institut für Angewandte Mechanik und Reinhold Kneer vom Lehrstuhl für Wärmeund Stoffübertragung beteiligt, vom Fraunhofer IPT sind Professor Thomas Bergs und Tim Grunwald involviert.

Entwicklung eines Simulationswerkzeugs

Ziel ist die Entwicklung eines Simulationswerkzeugs zur Vorhersage des nicht-isothermen Formgebungsverfahrens von Dünnglaskomponenten. Diese werden beispielsweise in den Bereichen Automobile, Unterhaltungselektronik und Medizintechnik eingesetzt. Ein neues Verfahren, das so genannte nicht-isotherme Glasformen, ermöglicht die kosteneffiziente Herstellung voluminöser Glaskomponenten mit hoher geometrischer Komplexität und Präzision. Bei der Übertragung dieser Technologie auf die Dünnglasumformung besteht die Herausforderung darin, die Prozessstabilität zu gewährleisten. Aufbauend auf den RWTH-Forschungen zur Modellierung komplexer Materialien und Prozesse sowie der Wärmleitung an Grenzflächen, soll ein rechnergestütztes Modell für den gesamten prozessrelevanten Temperaturbereich entwickelt werden. Auf Grundlage dieser Simulationen können künftig Empfehlungen für das Umformverfahren zur Gewährleistung einer hohen Prozessstabilität und Glaskomponentenqualität formuliert werden.


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