Unternehmer Hans Peter Stihl wird mit dem Aachener Ingenieurpreis ausgezeichnet



Urheberrecht: Stihl/Marcus Pietrek

Verleihung am 13. September 2019 im Aachener Rathaus.

Hans Peter Stihl machte das Familienunternehmen STIHL zum Weltmarktführer für Motorsägen mit derzeit mehr als 17.000 Beschäftigten. Der Baden-Württemberger ist Sohn des Firmengründers Andreas Stihl, der im Jahr 1926 seine erste Motorsäge entwickelte. 1960 trat er ins Familienunternehmen ein, 1973 wurde er Vorsitzender der Geschäftsführung und entwickelte gemeinsam mit seiner Schwester Eva Mayr-Stihl und seinem Bruder Dr. Rüdiger Stihl aus dem Unternehmen einen Global Player. Seit 1971 ist STIHL die weltweit meistverkaufte Motorsägen-Marke.

Mehr als 40 Jahre war der designierte Preisträger operativ für sein Familienunternehmen tätig. 2012 übernahm den Vorsitz in Beirat und Aufsichtsrat sein Sohn Dr. Nikolas Stihl. Produkttests mit fast allen STIHL-Neuheiten führt der der 87-Jährige aber noch heute aus. Für sein Lebenswerk wird Hans Peter Stihl am Freitag, 13. September 2019, in einem festlichen Akt von RWTH und Stadt Aachen im dortigen Rathaus für mit dem Aachener Ingenieurpreis ausgezeichnet. Am Samstag, 14. September 2019, hält er die Keynote Speech beim Graduiertenfest der Hochschule – vor rund 5.000 Teilnehmenden im Dressurstadion des Aachen-Laurensberger Rennvereins in der Soers.

„Wir ehren Hans Peter Stihl für seine unternehmerische Lebensleistung, die ingenieurwissenschaftliche Innovationskraft mit wirtschaftlichem Erfolg und langfristigem sozialen Engagement verbindet. Er setzte damit außerordentliche Impulse in Technik, Wirtschaft und Gesellschaft", erklärt der Rektor der RWTH Aachen, Professor Ulrich Rüdiger. „Als Unternehmer zeichnet er sich insbesondere durch seine große wirtschaftliche, soziale und ökologische Verantwortung aus. Er steht für ein faires, partnerschaftliches Miteinander und nachhaltiges Wirtschaften in vielen Bereichen."

Erfahrener Unternehmer

Nach der Wissenschaftlerin Professor Emmanuelle Charpentier im vergangenen Jahr hat sich der Beirat des Ingenieurpreises 2019 bewusst für einen erfahrenen Unternehmer entschieden. „Unternehmer mit Ingenieurbackground sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Hans Peter Stihl hat es geschafft, mit Innovationen Wertschöpfung langfristig zu sichern und zu steigern. Damit sicherte er den nachhaltigen Erfolg des heutigen Konzerns", betont der Vorsitzende des Beirats des Aachener Ingenieurpreises, der Präsident des Vereins Deutscher Ingenieure – VDI, Dr. Volker Kefer.

Der Aachener Ingenieurpreis ist eine gemeinschaftliche Auszeichnung der RWTH und der Stadt Aachen – mit freundlicher Unterstützung des Vereins Deutscher Ingenieure VDI als Preisstifter. Jährlich ausge-zeichnet wird eine Persönlichkeit, die mit ihrem Schaffen einen maßgeblichen Beitrag zur positiven Wahrnehmung oder Weiterentwicklung des Ingenieurwesens geleistet hat. „Ingenieurinnen und Ingenieure erweitern mit ihren Entwicklungen unsere Möglichkeiten und Handlungsspielräume", sagt der Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp. Das gelte für den privaten Bereich, aber auch für die Wirtschaft. „Sie machen unseren Standort Deutschland, aber auch im Besonderen die Region Aachen, zum gefragten Ort von Innovationen." Es sei von daher naheliegend, gerade in Aachen einen Preis für herausragende Ingenieurleistungen und -persönlichkeiten zu vergeben.

Auszeichnung zum sechsten Mal vergeben

Es ist das sechste Mal, dass die Auszeichnung verliehen wird. Erster Preisträger war Professor Berthold Leibinger (gestorben 2018), Gesellschafter der TRUMPF GmbH + Co. KG. Es folgten Professor Franz Pischinger, Gründer der Aachener FEV Motorentechnik GmbH, der Astronaut Thomas Reiter, der langjährige Direktor am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen, Professor Manfred Weck, und im vergangenen Jahr die Mikrobiologin Professorin Emmanuelle Charpentier.

Hans Peter Stihl ist heute Ehrenvorsitzender von Beirat und Aufsichtsrat und persönlich haftender Gesellschafter der STIHL Holding AG & Co. KG. Die STIHL Gruppe entwickelt, fertigt und vertreibt motorbetriebene Geräte für die Forstund Landwirtschaft sowie für die Landschaftspflege, die Bauwirtschaft und den Privatanwender. Ergänzt wird das Sortiment durch digitale Lösungen und Serviceleistungen. Dabei vertreibt das Unternehmen seine Produkte über rund 120 Importeure und mehr als 50.000 Fachhändler in über 160 Ländern. STIHL produziert weltweit in sieben Ländern und beschäftigt mehr als 17.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2018 erzielte die STIHL Gruppe einen Umsatz von 3,78 Milliarden Euro. Zum Vergleich: 1960 lag der Erlös noch bei 20 Millionen D-Mark. Für seine unternehmerischen und ehrenamtlichen Verdienste wurde Hans Peter Stihl bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland mit Stern (2002).

Partner des Ingenieurpreises

VDI

Mit rund 145.000 Mitgliedern ist der Verein Deutscher Ingenieure VDI der größte technisch-wissenschaftliche Verein Deutschlands. Seit 160 Jahren gibt er wichtige Impulse für neue Technologien und technische Lösungen, für mehr Lebensqualität, eine bessere Umwelt und mehr Wohlstand. Der VDI ist Stifter einer Figur der Künstlerin Mariana Castillo Deball, die der Preisträger erhält.


This site uses cookies and analysis tools to improve the usability of the site. More information. |