Umfassende Untersuchung des Aachener Pfalzbereichs
"Das Innere des Granusturmes erinnert an ein Labyrinth." So beschreibt Univ.-Prof. Christian Raabe vom Lehr- und Forschungsgebiet Denkmalpflege der RWTH Aachen die aufwendige Architektur des Turmbaus. Die Sanierung des Turmhelms aus Konjunkturmitteln für Welterbestätten ist gerade abgeschlossen. Gleichzeitig diente das für die Sanierung notwendige Gerüst der Untersuchung der steinernen Außenwände des Turms und bildete somit den Auftakt für die grundlegende Aufarbeitung der gesamten Pfalz durch eine interdisziplinäre Forschung. Beim Granusturm handelt es sich um den am höchsten erhaltenen Teil der kurz vor 800 erbauten karolingischen Königshalle, der sogenannten Aula Regia, in deren überresten im 14.Jahrhundert das Aachener Rathaus errichtet wurde. Leider gibt es bisher nur Vermutungen über das Aussehen, die Funktion und zum Teil auch die Lage der gleichzeitig mit der Pfalzkirche errichteten Bauten. So existierten neben der Königshalle und dem Granusturm noch ein Verbindungsgang, der durch einen Querbau geteilt wurde, und zahlreiche andere in den Quellen genannte Gebäude.




