
Seit etwa sechs Jahren arbeitet ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Jena daran, mithilfe von Erdbeobachtungsdaten und Geländemessungen ein automatisiertes Monitoring-System aufzubauen, mit dem die Landdegradation in Südafrika genau identifiziert und langfristig überwacht werden kann. Ein wichtiger Bestandteil sind dabei die Dauerbeobachtungsstationen zu lokalen Bodenfeuchteund Temperaturmessungen, die die Validierung der Erdbeobachtungsdaten unterstützten.
Am 12. März 2025 haben Christiane Schmullius und Jussi Baade vom Institut für Geographie der Uni Jena die letzte Beobachtungsstation an die South African National Parks (SANParks) übergeben. Die kontinuierlich seit sechs Jahren messenden Geräte sind nun Bestandteil der Forschungsinfrastruktur im Augrabies Falls und Kruger National Park. Die Zeitreihen tragen als In-situ-Messdaten dazu bei, um die komplexen Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserhaushalt und die Vegetation besser zu verstehen und zu modellieren. Dies hat im klimatisch exponierten Südafrika besondere Bedeutung.
Südafrika ist stark von Landdegradierung betroffen. Degradierung beschreibt die Verschlechterung der Produktivität des Bodens, die Verringerung des schützenden Pflanzenbewuchses bis hin zur Zerstörung ganzer Landschaften durch Erosion. Die negativen Folgen sind vielfältig: So führt Landdegradierung etwa zum Verlust von landund forstwirtschaftlich nutzbaren Flächen, zur Schädigung von Ökosystemfunktionen und zu einer zunehmenden Verschlammung der Flüsse.
Teil des BMBF-Projektes ,,South African Land Degradation Monitor (SALDi)"
Der Aufbau eines Monitoring-System zur Bewertung von Landdegradation in Südafrika und die nun erfolgte Geräteübergabe sind Teil des Projektes ,,South African Land Degradation Monitor (SALDi)", welches bis 2023 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms ,,SPACES II - Science Partnerships for the Adaptation/Adjustment to Complex Earth System Processes" gefördert wurde. Vor dem Hintergrund weit verbreiteter Landdegradation in Südafrika erreichte SALDi folgende Ziele:
Die Universität Jena hat somit einen wesentlichen Beitrag zu dem deutsch-südafrikanischen SPACES-Förderprogramm geleistet. Koordiniert wird Jussi Baade (Physische Geographie) und Christiane Schmullius (Erdbeobachtung).
Mehr Informationen zum Projekt SALDi:
SALDi-Projektwebseite
Pressemeldung der Uni Jena zum SALDi-Projektstart Externer Link




