Streicheln, das von C-taktilen Nervenfasern aufgenommen wird, beruhigt und baut Stress ab Foto: Anne Günther (Universität Jena)
Streicheln, das von C-taktilen Nervenfasern aufgenommen wird, beruhigt und baut Stress ab Foto: Anne Günther (Universität Jena) - Life Wissenstransfer & Innovation - Meldung vom: Menschen und Säugetiere haben einen besonderen Sinn, mit dem sie affektive Berührungen wahrnehmen können. Dieser emotionsgesteuerte Körperkontakt, beispielsweise Streicheln, wird von sogenannten C-taktilen Nervenfasern aufgenommen, die die Haut durchziehen. Doch ab welchem Alter sind die speziellen Nervenfasern so ausgebildet, dass sie Berührungen wahrnehmen können? Das wollen Psychologinnen der Friedrich-Schiller-Universität und Medizinerinnen und Mediziner der Neonatologie der Universitätskliniken Jena und Dresden in den kommenden drei Jahren gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen in Frankreich, Norwegen und Ungarn herausfinden - und dadurch möglicherweise eine Methode entwickeln, die Frühgeborenen beim Stressabbau hilft. Das Deutsche Zentrum für Luftund Raumfahrt unterstützt das neue Projekt ,,PreTouch - Taktil-Sensorische Beeinträchtigung von C-LTMR-Afferenzen bei Frühgeborenen und Interventionsansätze" mit rund 1,1 Millionen Euro. Streicheln verlangsamt den Herzschlag und erhöht die Herzratenvariabilität. ,,Die evolutionär sehr alten C-taktilen Nervenfasern sind nicht von einer Myelinschicht ummantelt und reagieren auf zwischenmenschliche Berührung, wie sie beim Streicheln vorkommt" , sagt Ilona Croy, die das Projekt an der Universität Jena leitet. Die Psychologin Ilona Croy Foto: Anne Günther (Universität Jena) Gerade dieser sanfte Kontakt hat einen positiven Effekt auf den Körper: Er fühlt sich nicht nur angenehm an, sondern baut auch Stress ab.
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