Recycling im All: Die Bilder zeigen jene sechs Galaxien, bei denen die Astronomen um Kate Rubin Gas beobachteten, das zurückfließt. Die meisten dieser Milchstraßen sind Scheibengalaxien mit Spiralarmen, ähnlich unserer Galaxis. Auf den Fotos erscheinen die Galaxien geneigt – offenbar sehen wir sie eher von der Seite. Das würde zu einem Szenario passen, in dem Materie vornehmlich senkrecht zur Scheibenebene ausströmt und dann von der Seite wieder auf die Galaxie zurückfällt. Die Aufnahmen entstanden mit der Advanced Camera for Surveys des Weltraumteleskops Hubble.
Astronomen beobachten, wie Gas in ferne Milchstraßen zurückströmt und neue Sonnen hervorbringt. In normalen Galaxien wie der Milchstraße gibt es Gas und Staub in rauen Mengen. Trotzdem reicht das Material nicht aus, um zu erklären, wie die Galaxien in dem beobachteten Maße ständig neue Sterne produzieren. Als Lösung wurde ein gigantischer Recycling-Kreislauf vorgeschlagen, für den in unserer galaktischen Nachbarschaft konkrete Anzeichen existieren. Nun hat eine Studie unter der Leitung von Kate Rubin vom Heidelberger Max-Planck-Institut für Astronomie auch bei entfernteren Galaxien erste direkte Hinweise auf einen wichtigen Baustein galaktischen Recyclings gefunden: Gas, das zu den Galaxien zurückfließt. Sternentstehungsgebiete wie der Orionnebel gehören zu den prächtigsten astronomischen Beobachtungsobjekten. Schätzungen zufolge wird in unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße, pro Jahr rund eine Sonnenmasse an Gas in neue Sterne umgesetzt.
UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO
Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.