Mitarbeiterinnen des Ludwig-Uhland-Instituts für Empirische Kulturwissenschaft untersuchen geborgenes Material auf Wasserschäden. Foto: Ulrich Hägele
Überraschende Ausbeute: Experten holen wertvolle Dokumente aus abgebranntem Archiv des Tübinger Ludwig-Uhland-Instituts für Empirische Kulturwissenschaft. Nach dem Brand eines Institutsgebäudes der Universität Tübingen ist es überraschend gelungen, wesentliche Teile aus dem Archiv der Alltagskulturen zu retten: Insgesamt drei Tonnen Material konnten Spezialisten und freiwillige Helferinnen und Helfer aus den ehemaligen Räumen des Ludwig-Uhland-Instituts für Empirische Kulturwissenschaft (LUI) bergen. Das Gebäude in der Tübinger Biesingerstraße war vergangene Woche unter tragischen Umständen abgebrannt. In einer Gemeinschaftsaktion hatten das Tübinger Amt Vermögen und Bau (VBA), eine Spezialfirma und Institutsangehörige sich um die Rettung der seltenen oder gar einmaligen Dokumente bemüht. Zunächst seien die einsturzgefährdeten Bauteile und der Dachstuhl abgetragen worden, berichtet Bernd Selbmann, Leiter des VBA, das die Liegenschaften des Landes Baden-Württemberg verwaltet. 'Danach konnten wir mit einem Statiker ein Bergungskonzept erstellen, die Decken einzelner Räume abstützen und Außengerüste aufstellen.' Nach dem Brand konnte so ein gesicherter Experte Räume durch die Fenster betreten und Archivalien bergen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Studierende des LUI waren freiwillig vor Ort, um Archivmaterial zu sichten.
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