Palmenflughunde: Ökosystem-Dienstleister und Rekordflieger

Palmenflughunde legen bei ihrer Nahrungssuche weitere Strecken zurück als alle bisher untersuchten Fledertier-Arten. Palmenflughunde verbreiten auf ihren Flügen Samen und Pollen und erfüllen dadurch eine wichtige Funktion im Ökosystem. Forscher vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell haben zusammen mit Kollegen aus Ghana Palmenflughunde (Eidolon helvum) mit GPS-Sendern ausgerüstet, um mehr über die dabei geflogenen Routen herauszufinden. Die Streckenlänge unterschied sich je nach Jahreszeit stark: In der Trockenzeit betrug sie bis zu 180 Kilometer pro Nacht, in der Regenzeit hingegen lediglich ein Drittel davon oder weniger. Dies könnte mit der unterschiedlichen Größe der Population in diesen Perioden zusammenhängen. Während die beobachtete Kolonie in der Regenzeit nur aus mehreren Tausend Exemplaren bestand, zählte sie in der Trockenzeit deutlich über Hunderttausend. Je mehr Flughunde, umso größer die Konkurrenz, und desto weiter müssen die Tiere fliegen, um ausreichend Nahrung zu finden.
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