Dreidimensionale digitale Modelle des unteren Schneidezahns aus Riparo Bombrini (links) und des oberen Schneidezahns aus der Grotta di Fumane (rechts). Bei beiden Zähnen handelt es sich um Milchzähne. [weniger]
Frühe Angehörige unserer eigenen Art Homo sapiens könnten einer neuen Studie zufolge maßgeblich zum Untergang der Neandertaler beigetragen haben. Forscher von der Universität Bologna in Italien und vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig untersuchten zwei uralte Milchzähne aus der Grotta di Fumane und aus Riparo Bombrini in Norditalien und konnten diese anatomisch modernen Menschen zuordnen. Dazu wendeten die Forscher modernste Methoden an: Neue 14C-Daten von Knochen und Kohle aus Riparo Bombrini sowie bereits veröffentlichte genetische Daten zum Fund aus der Grotta di Fumane ergaben, dass es sich bei den Besitzern der Zähne um die ältesten modernen Menschen handelt, die der archäologischen Kultur des Aurignaciens angehörten und etwa zeitgleich mit den letzten Neandertalern lebten. Die Ergebnisse werden unser Verständnis des Miteinanders von modernen Menschen und Neandertalern sowie die Debatte um das Aussterben der Neandertaler maßgeblich prägen. Dreidimensionale digitale Modelle des unteren Schneidezahns aus Riparo Bombrini (links) und des oberen Schneidezahns aus der Grotta di Fumane (rechts). Bei beiden Zähnen handelt es sich um Milchzähne. Das Protoaurignacien , eine archäologische Kultur, die sich vor etwa 42.
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