Neue Forschungsgruppe: Konstruktion von Gewebe im Labor
Im Mittelpunkt stehen komplexe Schallfelder und ihre Interaktion mit Partikeln und Zellen. Eine interdisziplinäre Forschungsgruppe an der Schnittstelle von Maschinenbau und Biotechnologie hat ihre Arbeit am Institute for Molecular Systems Engineering and Advanced Materials (IMSEAM) der Universität Heidelberg aufgenommen. Das Team unter der Leitung von Kai Melde wird einen innovativen Ansatz der Biofabrikation verfolgen - der 3D-Zellkultur mittels Ultraschall. Dafür werden Werkzeuge entwickelt, die als Alternative oder Erweiterung zum 3D-Druck genutzt werden können. Durch die schnelle Herstellung spezifischer Gewebe im Labor sollen neue Erkenntnisse über die Gewebeentwicklung gewonnen und die Entwicklung neuer Medikamente sowie die Untersuchung ihrer Wirkungsweise ermöglicht werden. Die Carl-Zeiss-Stiftung (CZS) fördert die Forschungsarbeiten durch das CZS Nexus-Programm für fünf Jahre mit rund 1,5 Millionen Euro. Mit seiner Forschungsgruppe und dem Vorhaben ,,Holographische Biofabrikation - Tissue-engineering mit Schall" will Dr. Melde die Formung komplexer Schallfelder und deren Interaktion mit Partikeln und Zellen erforschen.

