Die RWTH Aachen baut den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Lehre und beim Lernen aus. Ab sofort steht der KI-Chatbot RWTHgpt allen Studierenden zur Verfügung.
Bereits seit dem Sommer können die Beschäftigten der RWTH Aachen RWTHgpt nutzen, nun ist auch den Studierenden der Einsatz möglich. ,,Die kostenfreie Bereitstellung dieser KI-Systeme auch für alle Studierenden der RWTH ist der nächste Schritt, um die RWTH langfristig an der Spitze der Weiterentwicklung zu positionieren", sagt Rektor Professor Ulrich Rüdiger. RWTHgpt nutzt dabei dieselbe Technologie wie ChatGPT, die von der RWTH genutzten Server stehen aber in Europa: Zudem werden die Inhalte der mit RWTHgpt geführten Chats nicht zum Training der KI oder Optimierung weiterer Dienste genutzt. Gespeichert werden die Chats lokal auf Servern des RWTH-IT Centers. Damit wird ein datenschutzkonformes Arbeiten ermöglicht. RWTHgpt steht allen Angehörigen der RWTH kostenlos zur Verfügung, der Zugriff erfolgt über eine an der RWTH entwickelte Web-Oberfläche.
,,Damit unsere Studierenden optimal auf das KI-Zeitalter vorbereitet sind, muss der kompetente und verantwortliche Umgang mit KI-Werkzeugen bereits im Studium trainiert werden. Genau dafür sorgen wir jetzt", sagt der für die Lehre verantwortliche Prorektor Professor Joost-Pieter Katoen. Der Service wird vom IT Center und dem Center für Lehrund Lernservices (CLS) betrieben. Diese beiden Einrichtungen haben ein umfangreiches Lernund Schulungsangebot zum Einsatz von RWTHgpt entwickelt, denn ,,die Nutzung textgenerativer KI-Tools ist kein Selbstläufer und wird deshalb durch die RWTH mit Informationsund Kursangeboten für die Studierenden begleitet", erläutert Dr. Malte Persike, der Wissenschaftliche Leiter des CLS.
Auch in der Forschung ist KI-Einsatz inzwischen allgegenwärtig, darauf verweist die verantwortliche Prorektorin Professorin Sandra Korte-Kerzel: ,,Wir möchten unsere Studierenden darauf möglichst gut vorbereiten, denn sie müssen diese neuen Werkzeuge für das wissenschaftliche Arbeiten kennen, nutzen und auch kritisch hinterfragen lernen."
Weitere Informationen gibt es unter anderem im Blog des IT Centers, dessen Direktor noch einmal den entscheidenden Unterschied zu ChatGPT herausstellt: ,,RWTHgpt steht für eine leistungsfähige Infrastruktur, die datenschutzkonform gestaltet ist und barrierefreien Zugriff auf generative KI bietet. So ermöglichen wir den Zugang zu neuen Technologien in einem geschützten Rahmen", so Professor Matthias Müller.
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