Die Forscher nutzten im Rahmen ihrer Studie autonome Audiorekorder vom Typ Songmeter SM2+ der Firma Wildlife Acoustics. [weniger]
Forscher haben eine neue Monitoring-Methode entwickelt, die die Geräusche von Schimpansen und zwei weiteren Affenarten automatisch aus der Geräuschkulisse des Regenwalds herausfiltert. Normalerweise schreiten Primatenforscher im Dschungel kilometerlange Streckenabschnitte ab, um Primaten zu zählen und ihre Rufe zu sammeln. Die zunehmende Verfügbarkeit audiovisueller Technologien brachte Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig auf die Idee, autonome Aufnahmegeräte in Kombination mit einer automatisierten Datenverarbeitung zur Überwachung frei lebender Primaten im Regenwald zu nutzen. Ein interdisziplinäres Team von Toningenieuren, Biomonitoring-Experten, Statistikern und Experten für die Lautäußerungen von Primaten arbeitete gemeinsam an diesem Projekt. Die Forscher nutzten im Rahmen ihrer Studie autonome Audiorekorder vom Typ Songmeter SM2+ der Firma Wildlife Acoustics. ,,Die neue Methode könnte noch sehr viel mehr leisten", sagt Hjalmar Kühl, der maßgeblich am Projekt beteiligt war. ,,Prinzipiell könnte das System auch zum Langzeit-Monitoring und als Frühwarnsystem genutzt werden, wenn sich zum Beispiel die Zahl der Tiere im Studiengebiet verringert." ,,Autonome Geräte, wie die von uns verwendeten Audiorekorder, und die dazu passende Datenverarbeitungs-Software sind deshalb so wichtig, weil die von Wildtieren gesammelten Daten Wissenschaftlern sehr viel schneller zugänglich sind, und nicht erst Monate oder Jahre später", sagt Ammie Kalan.
UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO
Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.