Guter Biss, ein Spinnenleben lang

Die Evolution im Test: Ein deutsch-österreichisches Forscherteam hat die biomech
Die Evolution im Test: Ein deutsch-österreichisches Forscherteam hat die biomechanischen Eigenschaften von verschiedenen Modellstrukturen analysiert, die als Giftklaue einer Spinne in Frage kommen. Die gelben und roten Areale müssen die höchste Belastung aushalten. Diese tritt bei einem nadelförmigen Design (links oben) an der Basis auf, sodass die Klaue gegebenenfalls dort brechen würde. Bei einer konusförmigen Klaue (mitte) wird die Spitze am stärksten beansprucht. Bricht sie, kann die Spinne immerhin noch mit dem verbleibenden  Stumpf zubeißen. Bei der natürlichen Giftklaue (rechts unten) ist die Belastung an der Spitze größer als im Modell, da die natürliche Klauenwand etwas dünner und der Giftkanal etwas weiter ist als im Modell. [weniger]
Die Giftklaue von C. salei ist so gebaut, dass sie den Chitinpanzer von Beuteinsekten schadlos durchstoßen kann Bis in die Spitze durchschlagend konstruiert ist die Giftklaue der großen Wanderspinne (Cupiennius salei). Mit der gebogenen Klaue greift die Spinne ihre Beute, durchdringt deren Chitinpanzer und spritzt ihr Gift in das Opfer. Wie ein Forscherteam des Max-Planck-Instituts für Kolloidund Grenzflächenforschung in Potsdam-Golm und der Universität Wien festgestellt hat, hat sich die Giftklaue in Form und Struktur während der Evolution sehr gut daran angepasst, die todbringende Aufgabe ein Spinnenleben lang zuverlässig und möglichst unbeschadet zu erledigen. Die Forscher haben erstmals umfassend den Zusammenhang von Struktur und mechanischen Eigenschaften der Klaue analysiert und mit anderen möglichen Konstruktionsformen verglichen. Daraus könnten sich auch Anhaltspunkte ergeben, wie sich bioinspirierte Vorrichtungen für Injektionen in Medizin und Technik verbessern lassen. Die Evolution im Test: Ein deutsch-österreichisches Forscherteam hat die biomechanischen Eigenschaften von verschiedenen Modellstrukturen analysiert, die als Giftklaue einer Spinne in Frage kommen. Die gelben und roten Areale müssen die höchste Belastung aushalten.
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