Gegenseitige Kontrolle im Zahnfleisch

Anneke Wilharm und   Immo Prinz mit einer Zellen-färbenden Substanz
Anneke Wilharm und Immo Prinz mit einer Zellen-färbenden Substanz
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der MHH und der Universität von Jerusalem: Bakterien und Immunzellen im Zahnfleisch halten sich gegenseitig in Schach Erfolgreiche deutsch-israelische Forschungskooperation: Die Arbeitsgruppen von Immo Prinz vom Institut für Immunologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und Avi-Hai Hovav von der Universität von Jerusalem in Israel untersuchten die Wechselwirkungen von Bakterien und Immunzellen im Zahnfleisch von Mäusen. Sie fanden heraus, dass bestimmte Immunzellen (gamma-delta T-Zellen) zahlreich im Zahnfleisch an der Grenze zum bakteriellen Biofilm, in dem Bakterien leben, vorhanden sind. Sie sind also im Kontakt mit hunderten von Bakterienarten auf den Zähnen, die - wenn ihre Zusammensetzung im Gleichgewicht ist - beispielsweise vor Parodontose schützen. "Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die gamma-delta T-Zellen und die Bakterien im Zahnfleisch sich gegenseitig in Schach halten", erklärt Prinz. Die Teams konnten beobachten, dass bei Mäusen ohne Bakterien im Mund nur sehr wenige gamma-delta T-Zellen im Zahnfleisch vorkamen. Bei Mäusen mit normaler Besiedelung der Mundhöhle durch Bakterien veränderte sich die Zusammensetzung der Bakterienarten und erhöhten sich die Entzündungswerte, wenn die gamma-delta T-Zellen gezielt ausgeschaltet wurden. Diese Ergebnisse veröffentlichte das fachübergreifende Magazin "Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America" (PNAS).
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