Einen Beitrag zu effektiver Prävention und Behandlung leisten

Frau schaut in die Kamera
Frau schaut in die Kamera
Juniorprofessorin Carolin Victoria Schneider erhält Hector Research Career Development Award.

Die Aachener Medizinerin Carolin Victoria Schneider ist eine von drei neuen Preisträgerinnen des Hector Research Career Development Awards. Die Juniorprofessorin für Prävention und Genetik von metabolischen Erkrankungen der Leber, Klinik für Gastroenterologie, Stoffwechselkrankheiten und Internistische Intensivmedizin (Medizinische Klinik III) an der RWTH Aachen ist damit auch neues Mitglied der Hector Fellow Academy.

Das Förderformat der Hector Fellow Academy richtet sich an besonders talentierte junge Forscherinnen und Forscher aus den Naturund Ingenieurwissenschaften, der Medizin oder der Psychologie, die ihr wissenschaftliches Profil bereits geschärft und ihre ersten Karriereschritte gemacht haben. Wer die Jury überzeugt, erhält neben einer einmaligen Unterstützung seiner Forschung in Höhe von 25.000 Euro auch die Finanzierung einer Promotionsstelle inklusive 9.500 Euro für Forschungsmittel pro Jahr und wird für fünf Jahre Mitglied der Hector Fellow Academy.

Als Wissenschaftlerin und approbierte Ärztin widmet sich Schneider der Entwicklung effektiver Präventionsund Behandlungsstrategien gegen Stoffwechselerkrankungen. Mit Hilfe von Biostatistik, sprachbegabter Algorithmen (Natural Language Processing) und künstlicher Intelligenz fahndet die angehende Fachärztin für Innere Medizin mit ihrer 15-köpfigen Forschungsgruppe in großen medizinischen Datenbanken wie beispielsweise der UK Biobank nach evidenzbasierten Kriterien für die Prävention und rechtzeitige Diagnose von Stoffwechselkrankheiten. Im Fokus ihrer Forschung steht die metabolische Fettleber, an der in den westlichen Wohlstandsgesellschaften fast 30 Prozent der Bevölkerung oft unbemerkt erkrankt sind.

,,Diese Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung innovativer Ansätze in der digitalen Präzisionsmedizin, um die komplexen Herausforderungen in der Hepatologie und Onkologie zu meistern," erklärt Carolin Victoria Schneider. Mit der Unterstützung des Preises möchte sie die genetischen Grundlagen des Gallengangkrebses (Cholangiokarzinom) und seine Wechselwirkung mit Lebensstilund Umweltfaktoren untersuchen. Indem sie versucht, die Mechanismen, die zur Entstehung der seltenen Krebsart führen, aufzudecken, hofft sie, einen Beitrag zur Entwicklung einer effektiven Prävention und Behandlung zu leisten.

Im Dezember wurde Schneider bereits zum zweiten Mal auf einer Forbes-Liste der einflussreichsten 30 Personen unter 30 Jahren aufgenommen. In diesem Fall in einer übergreifenden Liste für die DACH-Region, also für Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zuvor wurde sie mit dem Friedmund Neumann Preis der Schering-Stiftung, dem Life Sciences Bridge Award und dem Nachwuchsforschungspreis Leberkrebs 2024 der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungsund Stoffwechselkrankheiten ausgezeichnet. Beim Life Science Bridge Award handelt es sich um den höchstdotierten deutschen Nachwuchspreis im Bereich der Lebenswissenschaften, verliehen wird er durch die Aventis Stiftung. In allen Fällen wurde Schneiders bahnbrechende Arbeit honoriert. Bereits 2023 wurde sie in das Junge Kolleg der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaft und Künste aufgenommen und wurde von academics, dem Karriereportal für Wissenschaft, Forschung,Öffentliches und Gesellschaft der ZEIT Verlagsgruppe, für die Erforschung von Mechanismen im menschlichen Körper, die zu Stoffwechselerkrankungen beitragen, als Nachwuchswissenschaftlerin des Jahres 2023 ausgezeichnet.