Kosmisches Kraftwerk: Künstlerische Darstellung des Quasars 3C273. Jetzt ist Astronomen mithilfe der VLB-Interferometrie die bisher schärfte Beobachtung des Kernbereichs dieser aktiven Galaxie gelungen. Im Zentrum des Quasars sitzt ein supermassives schwarzes Loch mit etwa einer Milliarde Sonnenmassen. Das Licht, das uns von 3C273 erreicht, ging vor mehr als fünf Milliarden Jahren auf die Reise. [weniger]
Antennen-Netzwerk blickt in das Herz eines Quasars in mehreren Milliarden Lichtjahren Entfernung. Einem internationalen Team unter Federführung von Wissenschaftlern des Bonner Max-Planck-Instituts für Radioastronomie ist es gelungen, die Zentralregion eines Quasars in großer Entfernung mit bisher unerreichter Schärfe abzubilden. Dazu verbanden die Astronomen mehrere Radioteleskope auf verschiedenen Kontinenten. Die Messergebnisse bringen die Astronomen einen entscheidenden Schritt voran: der direkten Abbildung schwarzer Löcher in den Herzen nahegelegener Galaxien. Am 7. Mai 2012 haben die Forscher drei Radioteleskope in Chile, Hawaii und Arizona zum ersten Mal auf der Basis der Beobachtungsmethode Very Long Baseline Interferometry (VLBI) zusammengeschaltet. So gewannen sie das bisher schärfste Bild von einer mehr als fünf Milliarden Lichtjahre entfernten aktiven Galaxie, des hellen Quasars 3C 279 mit einem zentralen schwarzen Loch mit der milliardenfachen Masse der Sonne. Die Messungen zeigen, dass die Radiosignale des Quasars aus einer engbegrenzten Region mit einer Winkelausdehnung von 28 Mikro-Bogensekunden stammen; das entspricht der Größe von nur einem halben Lichtjahr.
UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO
Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.