Blattduftstoffe vermitteln biologischen Pflanzenschutz

Angelockt durch grüne Blattduftstoffe angelockt, vertilgt eine Raubwanze ein Tab
Angelockt durch grüne Blattduftstoffe angelockt, vertilgt eine Raubwanze ein Tabakschwärmer-Ei: die Pflanze hat sich so indirekt ihres Fraßfeindes entledigt. [weniger]
Studie in neuer Fachzeitschrift eLife zeigt erstmals, dass natürliche Schädlingsbekämpfung durch Raubinsekten die Fitness von Pflanzen steigern kann. Um die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung zu sichern, ist eine Modernisierung der Landwirtschaft nötig, die sich neuer Erkenntnisse aus der Pflanzenökologie bedient. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie konnten anhand von Freilandstudien an wildem Tabak nachweisen, dass dessen indirekte Abwehr von Fraßfeinden, hervorgerufen durch Abgabe von Duftstoffen zur Anlockung von Raubinsekten, die Anzahl der Schädlinge reduziert und gleichzeitig die Blütenbildung steigern kann. Biologische Schädlingsbekämpfung kann also dank natürlicher Abwehrmechanismen von Pflanzen die landwirtschaftlichen Erträge nachweislich verbessern. Die Ergebnisse erschienen in der ersten Ausgabe der neuen Fachzeitschrift eLife am 15. Oktober 2012. Angelockt durch grüne Blattduftstoffe angelockt, vertilgt eine Raubwanze ein Tabakschwärmer-Ei: die Pflanze hat sich so indirekt ihres Fraßfeindes entledigt. Merit Motion Pictures, Winnipeg, Manitoba, Canada Fast alle bislang untersuchten Pflanzenarten senden nach Schädlingsbefall spezifische Geruchsstoffe in ihre Umgebung aus, um sich indirekt gegen einen attackierenden Fraßfeind zu wehren.
account creation

UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO

Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.



Ihre Vorteile

  • Zugang zu allen Inhalten
  • Erhalten Sie Newsmails für Neuigkeiten und Jobs
  • Anzeigen veröffentlichen

myScience