Arbeitsmarkt für Juraprofessuren folgt Schweinezyklus

Max-Planck-Forscher sagen voraus, wie sich die Anwärterzahl für Jungprofessoren entwickeln wird - Die Märkte für Juraprofessoren und Schweinefleisch unterliegen dem gleichen Mechanismus. Wie Christoph Engel und Hanjo Hamann vom Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn zeigen konnten, fallen deutsche Rechtswissenschaftler bei ihrer eigenen Karriereplanung Schwankungen zum Opfer, die eher aus der Landwirtschaft bekannt sind. "Wir konnten belegen, dass der Arbeitsmarkt für Juraprofessoren einem Schweinezyklus folgt", fasst der Jurist Hamann das Ergebnis der Studie zusammen, die einem Verdacht nachging, der in Juristenkreisen schon lange geäußert wurde. Sogenannte "Schweinezyklen" entstehen durch kurzsichtige Investitionsstrategien in Märkten. Der Name geht zurück auf eine Entdeckung des deutschen Agrarökonomen Arthur Hanau. Dieser hatte 1928 festgestellt, dass sich der zukünftige Preis für Schweinefleisch anhand des aktuellen Preises vorhersagen ließ. "War Schweinefleisch nämlich in einem Jahr teuer, entschlossen sich zahlreiche Bauern zur Schweinezucht.
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