Studie zu Entlastungsmaßnahmen
Entlastungspakete der Bundesregierung nur begrenzt zur Armutsbekämpfung geeignet. Der RWTH-Lehrstuhl für Energiesystemökonomik hat die Wirksamkeit und das Kosten-Nutzen-Verhältnis der Entlastungspakete der Bundesregierung untersucht. Ein Großteil der energiebedingten Mehrbelastung kann demnach durch die Maßnahmen kompensiert werden - indes komme vom gesamten Entlastungsvolumen lediglich 14,8 Prozent bei einkommensschwachen Haushalten an. Um die Folgen der gestiegenen Verbraucherpreise abzufedern, wurden von der deutschen Bundesregierung bislang drei Entlastungspakete verabschiedet. Am Lehrstuhl für Energiesystemökonomik der RWTH Aachen haben Professor Aaron Praktiknjo und Jan Priesmann die finanzielle Entlastungswirkung für verschiedene Einkommensgruppen sowie das Aufwand-Nutzen-Verhältnis der Entlastungspakete eingehend untersucht. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass ein Großteil der energiebedingten Preisanstiege 2022 und 2023 durch die Maßnahmen der Bundesregierung kompensiert wird. Nach den Berechnungen der Autoren musste ein durchschnittlicher Vierpersonenhaushalt, der Wärme über eine Gasheizung bezieht, für das Jahr 2022 im Vergleich zu 2021 mit Mehrausgaben von rund 1.


