Fruchtstand der Teosinte (links) im Vergleich zum Kulturmais (rechts)
Fruchtstand der Teosinte ( links ) im Vergleich zum Kulturmais ( rechts ) © MPI-MP, Bergste - Möglichkeit zur de novo Domestikation von Wildpflanzen durch Kulturpflanzen Am Anfang der Entwicklung von Nutzund Kulturpflanzen durch den Menschen vor ca. Jahren stand die Domestikation von Wildpflanzen. Der Mensch wählte aus der Vielzahl von Wildpflanzen einer Region, diejenigen aus, die augenscheinlich besondere für ihn nützliche Eigenschaften besaßen, so z.B. Getreidepflanzen, deren Samen länger an der Pflanzen bleiben, statt auszufallen oder solche Pflanzen, die mehr oder größere Samen besitzen. Durch die Domestikation fand eine genetische Selektion statt, die mit Merkmalsveränderungen verbunden war. Unabhängig voneinander ist es in verschiedenen Teilen der Welt bei unterschiedlichen Pflanzen zu einer Übereinstimmenden Entwicklung gekommen, was als konvergente Selektion bezeichnet wird. Bisher ist wenig über die konvergente Selektion bei Getreidearten bekannt. Fernie vom Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie und seiner KollegInnen der Huazhong Agricultural University und der China Agricultural University zu möglichen Ertragssteigerungen bei Mais und Reis stellen einen wichtigen Schritt zum besseren Verständnis dieses Phänomens dar mit möglichen positiven Auswirkungen auf die Pflanzenzüchtung. Mais, Reis und ihre wilden Verwandten Getreidepflanzen sind wichtige Kalorienlieferanten für den menschlichen Verzehr und wurden über Jahrtausende hinweg intensiv im Hinblick auf günstige agronomische Eigenschaften selektiert wie z.B. die Steigerung des Kornertrags.
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