Mikroskopiebilder (FRET-Verfahren) zeigen drei verschiedene Regionen einer Wurzel und jeweils die Phosphatidylsäure unter Salzstress im zeitlichen Verlauf (von links nach rechts). Veränderungen werden anhand unterschiedlicher Farben sichtbar.
Es sind meist winzige Signalmoleküle, die bedeutende Rollen für die Vorgänge in Lebewesen spielen. Wie genau diese Stoffe funktionieren, ist aber häufig noch unbekannt. Deshalb sind Wissenschaftler stetig auf der Suche nach neuen Methoden mit denen sie ihnen weiter auf die Spur kommen können. Pflanzenforscher der Universitäten Münster und Nanjing (China) haben eine solche Methode für einen wichtigen Botenstoff in Pflanzen entwickelt - die Phosphatidylsäure. Dieses Lipid nimmt im Organismus verschiedene Rollen ein: Es reguliert, wie sich die Membran einer Zelle bewegt oder biegt, steuert den Stoffwechsel der Pflanze und dient als Signalstoff, um Proteine zu regulieren. Mit den bisherigen Messmethoden konnten Forscher jedoch nicht herausfinden, welcher Anteil der Phosphatidylsäure eine Funktion für den Stoffwechsel hat und welcher Anteil als Signalstoff dient. Ein von den deutschen und chinesischen Wissenschaftlern entwickelter Biosensor ändert das nun: Bauen sie diesen Sensor in Pflanzen ein, können sie die Aktivität der Phosphatidylsäure erstmals räumlich und zeitlich nachverfolgen.
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