Magnetische Simulationen für Magnetplatten mit 0,5 Mikrometern Durchmesser. Zu sehen sind die räumlichen Verteilungen dynamischer Magnetisierung in Mu-Metall (li.) und Cobalt und Nickel (re.).
Kleiner, schneller, energiesparender - das ist das Ziel, dem die Entwickler von elektronischen Geräten seit Jahren entgegeneifern. Um einzelne Bauteile von Handys oder Computern immer weiter miniaturisieren zu können, gelten derzeit magnetische Wellen als vielversprechende Alternativen zur herkömmlichen Datenübertragung, die mittels elektrischer Ströme funktioniert. Der Grund: Bei immer kleiner werdenden Chips stößt die elektrische Datenübertragung irgendwann an ihre Grenzen, weil Elektronen, die sehr eng aneinander liegen, viel Wärme abgeben - was zu einer Störung der physikalischen Abläufe führen kann. Hochfrequente magnetische Wellen können sich dagegen auch in kleinsten Nanostrukturen ausbreiten und so Informationen übertragen und verarbeiten. Als physikalische Grundlage dient dabei der sogenannte Spin der Elektronen im Trägermaterial, den man sich vereinfacht als eine Rotation des Elektrons um seine eigene Achse vorstellen kann. Allerdings sind Spinwellen in der Mikroelektronik bisher nur eingeschränkt nutzbar, bedingt durch die sogenannte Dämpfung, die auf die Spinwellen einwirkt und sie schwächt. Physiker der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) haben jetzt einen neuen Ansatz entwickelt, mit dem sich unerwünschte Dämpfungen beseitigen und Spinwellen dadurch besser einsetzen lassen.
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