Vimentinfilament zwischen zwei Polysterolbeads (obere Abbildung)
Göttinger Wissenschaftler entdecken erstaunliche mechanische Eigenschaften von Proteinen. (pug) Die Zelle als kleinste Einheit lebender Organismen muss mechanisch stabil und widerstandsfähig sein, gleichzeitig aber flexibel und anpassungsfähig. Dafür sorgt das Zellskelett, ein dynamisches Netzwerk aus fadenförmigen Proteinstrukturen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Göttingen haben die Mechanik bestimmter Proteine, die unter anderem in Zellen der Blutgefäße und des Bindegewebes, aber auch in metastasierenden Krebszellen vorkommen, untersucht. Dabei entdeckten sie erstaunliche mechanische Eigenschaften. Die Ergebnisse der Arbeit sind in der Fachzeitschrift Science Advances erschienen. Das Team um Sarah Köster vom Institut für Röntgenphysik und Andreas Janshoff vom Institut für Physikalische Chemie konnte die nur etwa zehn Nanometer dünnen Proteinfilamente (Vimentinfilamente), auf das dreifache ihrer ursprünglichen Länge dehnen - ohne Zerreißen.
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