Ältere Brücken: Da geht noch mehr

Im fränkischen Hammelburg wurde das tatsächliche Tragverhalten einer älteren Spa
Im fränkischen Hammelburg wurde das tatsächliche Tragverhalten einer älteren Spannbetonbrücke getestet. (Bild: Lehrstuhl für Massivbau / TUM)
Im Sommer 2017 führte ein Team der Technischen Universität München (TUM) im fränkischen Hammelburg Belastungsversuche an der alten Saalebrücke durch - und ließ ordentliche Risse entstehen. In Kombination mit Laborversuchen soll geprüft werden, ob ältere Brücken mehr Tragreserven haben als bisher angenommen. Immer mehr Autos und vor allem ein stark zunehmender Schwerlastverkehr rollen über die Brücken in Deutschland. Dabei sind mehr als die Hälfte der Brücken über 35 Jahre alt. Prof. Oliver Fischer , Ordinarius am Lehrstuhl für Massivbau der TUM erklärt: ,,Das heißt, als sie damals geplant wurden, ist man von ganz anderen Belastungen ausgegangen. Und wenn wir heute unsere alten Brücken mit neuen Regelwerken nachrechnen, dann erkennen wir bei vielen Bauwerken ein teilweise erhebliches rechnerisches Defizit, insbesondere in Bezug auf die Querkrafttragfähigkeit." - Allerdings sind an den älteren Brücken kaum Schäden zu sehen, die auf eine entsprechende Überbeanspruchung schließen lassen. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen vermuten daher, dass die Bauwerke mehr aushalten, als die aktuellen Modelle vorhersagen. ,,Unser Ziel ist es, das Tragverhalten möglichst wirklichkeitsnah zu ergründen, um unsere Ingenieurmodelle weiter zu verbessern." - Weltweit erster Versuch. Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der TUM konzipierten aktuell einen neuen Versuchsstand, der bisher fehlende Untersuchungen ermöglichen soll. ,,Durch den innovativen Versuchsaufbau ist es möglich, mit relativ kurzen Abschnitten zu arbeiten und damit trotzdem das Verhalten einer nahezu beliebig langen durchlaufenden Brücke zu simulieren", erklärt Fischer. Aber wie wirklichkeitsgetreu sind die Ergebnisse?
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