Wo sich Nachbarn besonders häufig streiten
Die eine Nachbarin dreht nachts laut die Musik auf, ein anderer blockiert ständig mit seinem Wagen die Ausfahrt. In Städten vergeht kein Tag ohne Nachbarschaftskonflikte. Die Soziologen Merlin Schaeffer (Universität zu Köln) und Joscha Legewie (New York University) haben nun herausgefunden, dass es in Städten mit starker Trennung ethnischer Gruppen häufiger (Segregation) zu Streit kommt - insbesondere wenn die Grenzen zwischen zwei homogenen Gruppen nicht klar definiert sind. Zu dem Ergebnis sind sie gekommen, nachdem sie 4,7 Millionen Nachbarschaftsbeschwerden der Stadt New York ausgewertet haben. Ihre Studie ist jetzt im American Journal of Sociology erschienen. Mit New York City wählten die beiden Wissenschaftler für ihre Studie eine Stadt mit einer vergleichsweise hohen Segregation. So gibt es etwa von Weißen bewohnte Gebiete, die vollständig von Häuserblöcken mit afro-amerikanischen Anwohner/innen umgeben sind.


