Singen in der Einflugschneise

Vögel stimmen ihr Gesangsverhalten auf Fluglärm ab. Am Berliner Flughafen Tegel, einem der größten Flughäfen Europas, singen Vögel morgens deutlich früher als ihre Artgenossen in ruhigeren Gebieten. Das haben Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen herausgefunden und entdeckt, dass Buchfinken ganz aufhören zu singen, wenn der Fluglärm tagsüber eine Schwelle von 78 Dezibel (A) überschreitet. Die vom Menschen verursachte Lärmverschmutzung stellt erwiesenermaßen eine Beeinträchtigung für seine Gesundheit und sein Wohlbefinden dar. Vor allem der Flugverkehr gerät wegen der hohen Lärmpegel, die er verursacht, immer wieder in den Fokus der Kritik. Doch nicht nur Menschen sind betroffen, es geht zum Beispiel auch die überlebenswichtige Kommunikation von Vögeln im Lärm unter. Da die zwei wichtigsten Funktionen des Vogelgesangs die Verteidigung eines Reviers und das Anlocken einer Partnerin sind, können Störungen die Fortpflanzung der Tiere beeinträchtigen.
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