Dreidimensionales Fluoreszenzmikroskopie-Bild von der Aktivität des Ephrin-A2-Rezeptors in einer Zelle. Dieser Rezeptor kommt in manchen Hautkrebszellen in großen Mengen vor und beeinflusst die Metastasenbildung. Das bei Minusgraden aufgenommene Bild zeigt, dass das Protein auf kleinen Bläschen sitzt, die sich von der Zellmembran nach innen abschnüren. [weniger]
Max-Planck-Forscher überlisten biologische Unschärferelation. Jeder, der schon mal ein Gruppenfoto gemacht hat, kennt das Problem: Wenn alle ständig durcheinanderlaufen, kann man kaum ein scharfes Bild schießen. Zellbiologen, die die molekularen Abläufe im Inneren einer Zelle sichtbar machen wollen, stehen vor einer ähnlichen Herausforderung. Die Moleküle bewegen sich mit hoher Geschwindigkeit hin und her: Rezeptoren werden innerhalb von Sekunden aktiviert, Vesikel transportieren Proteine in wenigen Minuten vom Rand der Zelle ins Zentrum. Forscher am Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund haben nun einen Weg gefunden, einzelne Moleküle in lebenden Zellen genau zu lokalisieren und deren Aktivität, Bewegung und Wechselwirkungen zu messen. Sie versetzen die Zellen dazu in eine vorübergehende Kältestarre und erfassen den Stillstand mit einem hochauflösenden Fluoreszenzmikroskop. Durch Erwärmen können sie die Abläufe in der Zelle wieder weiterlaufen lassen und nach kurzer Zeit erneut anhalten.
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