Bei Schimpansen kann ein und diesselbe Geste je nach Zusammenhang unterschiedliche Bedeutung haben. In entspannter Atmosphäre beispielsweise bedeutet ein ausgestreckter Arm der Mutter: "Lass uns spielen!" [weniger]
Verständigung über gemeinsamen Ortswechsel zwischen Müttern und Kindern findet über Gesten und Laute statt. Sprache wird bei uns Menschen mit Hilfe der Hände erlernt. Aber auch in der Kommunikation von Menschenaffen spielen Gesten eine große Rolle. Schimpansenmütter kommunizieren mit ihrem Nachwuchs zunächst vor allem über taktile, dann visuelle Gesten. Ältere Jungtiere wiederum kombinieren Gesten oft mit unterstützenden Lauten. Dies haben Wissenschaftlerinnen vom Max-Planck-Institut für Ornithologie Seewiesen und Kollegen herausgefunden. Über zwei Jahre hinweg beobachteten sie dazu erstmals in einer vergleichenden Studie zwei Unterarten freilebender Schimpansen in Uganda und der Elfenbeinküste und fanden viele Parallelen in der Kommunikationskultur zwischen den Gruppen.
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