Klarheit im Zelldickicht. Vier Nervenzelltypen (Tm9, 4, 1 und 2) sind entscheidend an der Berechnung richtungsselektiver Signale in T5-Neuronen (gelb) beteiligt. [weniger]
Neurobiologen charakterisieren Nervenzellen, die aus Lichtveränderungen Bewegungen machen. Die Fähigkeit, Bewegungen und ihre Richtung zu erkennen, ist überlebenswichtig. Nur so können Feinde vermieden, Beute gefangen oder eine Straße sicher überquert werden. Bewegungen werden jedoch nicht direkt erkannt, sondern entstehen erst durch spätere Berechnungen. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Neurobiologie in Martinsried haben nun herausgefunden, dass an der Berechnung richtungsselektiver Signale vier Nervenzelltypen beteiligt sind - doppelt so viele als bisher angenommen. Diese weitere Parallele zum Sehsystem der Wirbeltiere zeigt, wie viel wir auch über unser eigenes Sehen von Fliegen lernen können. Klarheit im Zelldickicht.
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