Blutkörperchen in Aktion

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In Experimenten und Computersimulationen haben die Forscher rote Blutkörperchen wieder und wieder deformiert, sie "zappeln" lassen und ihr Verhalten analysiert. Drei winzige Kugeln halten die Zellen dabei fest, während mit Hilfe einer vierten Kugel die Bewegungen der Zellmembran gemessen werden. Die "Hülle" der Blutkörperchen besteht aus einer Lipid-Doppelschicht und einem Zellskelett; aktive Kräfte, verursacht z.B. durch eine Ionenpumpe, bewegen Membran (rote Pfeile) und Flüssigkeit (grüne Pfeile) lokal in entgegengesetzten Richtungen. Wissenschaftler haben erstmals mit physikalischen Methoden nachgewiesen, wie sich rote Blutkörperchen bewegen. Ob die Zellen von äußeren Kräften bewegt werden oder aktiv "zappeln", darüber hatte es unter Forschern regelrechte Kämpfe gegeben. Ein internationales Team von Biophysikern aus Münster, Paris und Jülich hat nun bewiesen, dass beides stimmt. Sie haben physikalische Grundsätze und biologische Realität miteinander verknüpft und erkannt: Schnelle Moleküle in der Umgebung bringen die Zellmembran der Blutkörperchen zum Zappeln, aber wenn sie genug Reaktionszeit haben, sind Blutkörperchen auch selbst aktiv.
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