Warum Gitterzellen im Sechseck springen

Zur Orientierung im Raum erzeugt das Gehirn von Säugetieren virtuelle hexagonale Gitter, die die Umgebung des Tieres gleichsam überspannen. Forscher von LMU und Harvard University liefern nun den mathematischen Beweis für die Honigwabenstruktur. Neuronale Gitterzellen sind entscheidend für die räumliche Orientierung von Säugetieren. Bei Bewegungen des Tieres werden verschiedene Zellen nacheinander aktiviert, wobei jede einzelne Gitterzelle an mehreren Orten aktiv ist, die zusammengenommen eine virtuelle sechseckige Struktur bilden. So entsteht eine Art Landkarte im Gehirn, durch die sich die genaue Position im Raum bestimmen lässt. Für die Entdeckung dieses faszinierenden biologischen Positionssystems wurde im Jahr 2014 der Nobelpreis vergeben. Andreas Herz , Professor für Computational Neuroscience an der LMU, und Dr. Martin Stemmler aus seiner Arbeitsgruppe liefern nun gemeinsam mit Dr. Alexander Mathis von der Harvard University den mathematischen Beweis für die hexagonale Symmetrie dieser neuronalen Aktivitätsmuster.
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