Wenn Dynamik in der Statik verschlüsselt ist

Ein Forscher legt Formel vor, wodurch erstmalig die Berechnung eines wichtigen Streuprozesses in der Teilchenphysik möglich wird. Theorie und Praxis klaffen manchmal auseinander. Das gilt zuweilen auch für die Physik, wenn sie die Prozesse im Innersten der Materie beschreiben und erklären will. Während Experimentalphysiker immer genauere Messungen vornehmen und tiefer in die Bestandteile der Materie vordringen, stoßen die Modelle der Theoretiker zunehmend an ihre Grenzen. Harvey Meyer, theoretischer Physiker am Institut für Kernphysik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), hat nun eine Formel entwickelt, die eine wesentlich genauere Berechnung bestimmter wichtiger Prozesse bei subatomaren Teilchen ermöglicht. Zum einen zeigt er damit, dass auch dynamische, zeitabhängige Größen mittels Computersimulationen gerechnet werden können. Zum anderen könnte dadurch eine Annäherung an die Ergebnisse der Experimentalphysiker auf einem wichtigen Forschungsfeld erfolgen.
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