Je reicher ein Land, desto mehr Stammzelltransplantationen

Forschende der Universität Basel zeigen zusammen mit Kollegen erstmals klare Zusammenhänge zwischen der Ökonomie und der Zahl der Stammzelltransplantationen in einem Land auf: Entscheidend für eine hohe Transplantationsrate sind Reichtum und Entwicklungszustand, die staatlichen Gesundheitsausgaben und der Zugang der Bevölkerung zur Technologie. Die Resultate der Studie wurden in der medizinischen Fachzeitschrift 'Journal of the American Medical Association' veröffentlicht. Die Transplantation von blutbildenden Stammzellen des Knochenmarks ist heute eine etablierte Therapie für viele schwere Erkrankungen wie etwa Leukämie oder Lymphomen. Solche Transplantationen nehmen seit einigen Jahren weltweit sehr stark zu. Dazu beigetragen haben wirksamere Medikamente, bessere Techniken auch für ältere Patienten und eine starke Zunahme an freiwilligen, nichtverwandten Spendern. Trotzdem bleibt diese Transplantation eine Behandlung mit beträchtlicher Mortalität und ist an aufwändige Infrastrukturen gebunden. Nun zeigen Forschende der Universität Basel in Zusammenarbeit mit dem Institute for Operations Research and Computational Finances der Universität St. Gallen erstmals anhand internationaler Daten den Zusammenhang zwischen wirtschaftlichen Faktoren und einer modernen, komplexen und teuren medizinischen Technologie, wie sie die Stammzelltransplantation darstellt.
account creation

UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO

Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.



Ihre Vorteile

  • Zugang zu allen Inhalten
  • Erhalten Sie Newsmails für Neuigkeiten und Jobs
  • Anzeigen veröffentlichen

myScience