Kritische Selbstbefragung liberaler Demokratien

Joachim von Puttkamer untersucht die Frage des Konstitutionalismus in Osteuropa.
Joachim von Puttkamer untersucht die Frage des Konstitutionalismus in Osteuropa. Foto: Anne Günther (Universität Jena)
Joachim von Puttkamer untersucht die Frage des Konstitutionalismus in Osteuropa. Foto: Anne Günther (Universität Jena) - Das Wort ,,illiberal" lässt sich nach einem westlich geprägten Politikver­ständ­nis nur schwer mit einer Demokratie verbinden. Vielmehr gilt individuelle Freiheit heutzutage als ein Grundelement dieser Regierungsform. In einigen Ländern Ostmitteleu­ropas haben sich hingegen inzwischen Regierungen etabliert, die ganz offensiv eine illi­be­rale Version als eine eigene Spielart der Demokratie propagieren und die jeweiligen Staa­ten entsprechend verändern - allen voran Polen und Ungarn. Welches Verfassungsver­ständ­nis liegt dem zugrunde? Auf welchen Traditionslinien baut es auf? Und was bedeutet das für den gesamten Kontinent? Antworten auf diese Fragen wollen Osteuropa-Experten der Friedrich-Schiller-Universität Jena gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen von Uni­versitäten in Erfurt, Budapest und Warschau sowie der Tschechischen Akademie der Wis­senschaften in Prag erforschen. Die Volkswagenstiftung unterstützt das internationale Projekt ,,Towards Illiberal Constitutionalism in East Central Europe: Historical Analysis in Comparative and Transnational Perspectives" im Rahmen ihres Förderangebots ,,Heraus­forderungen für Europa" über die kommenden vier Jahre mit knapp 1,5 Mio. Euro.
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