Erst die aktive Suche vollendet das Denkmal

Die Künstler Horst Hoheisel (r.) und Andreas Knitz beim Start der Bohrung am Uni
Die Künstler Horst Hoheisel (r.) und Andreas Knitz beim Start der Bohrung am Uni-Hauptgebäude. Foto: Jens Meyer (Universität Jena)
Die Künstler Horst Hoheisel (r.) und Andreas Knitz beim Start der Bohrung am Uni-Hauptgebäude. Foto: Jens Meyer (Universität Jena) - Dezentrales Denkmal für den Rechtsgelehrten Eduard Rosenthal in Jena eingeweiht Liberty Kein Sockel mit Statue, dafür unauffällige Bohrlöcher in drei markanten Gebäuden, keine feierliche Denkmalsenthüllung, dafür laufen die - Corona-bedingt zahlenmäßig limitierten - Gäste nach kurzer Eröffnung in der Universitätsaula auf den Spuren Eduard Rosenthals in kleinen Gruppen durch Jena. Sie erleben mit den Künstlern Horst Hoheisel und Andreas Knitz Lärm und Staub bei der ,,Erkundungsbohrung" durch die Fassade des Universitätshauptgebäudes und erkunden, von Schauspielerinnen und Schauspielern geführt, das bis in die Gegenwart reichende Vermächtnis des deutsch-jüdischen Gelehrten. Kunst Übergibt an die Zivilgesellschaft. Mit der heutigen Einweihung der Jenaer Standorte ihres dezentralen Denkmals reichen Horst Hoheisel und Andreas Knitz den Stafettenstab zur aktiven Suche nach Eduard Rosenthal an die Zivilgesellschaft weiter. Begonnen hatte diese Suche mit der Einladung zum Wettbewerb um den 2018 in Zusammenarbeit mit der Universität Jena ausgeschriebenen Botho-Graef-Kunstpreis der Stadt unter dem Titel ,,Das verschwundene Bildnis".
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