Supraleiter besser verstehen
Neue Studie zur Erforschung von Supraleitern veröffentlicht - - In den letzten Jahren wurden zweidimensionale Quantenmaterialien zu einer Plattform für die Realisierung neuartiger korrelierter und topologischer Phasen der Materie. Ein internationales Forscherteam veröffentlichte unter Beteiligung von RWTH-Professor Dante Kennes vom Lehrund Forschungsgebiet Theoretische Physik der kondensierten Materie eine Studie zum Thema "Correlated electronic phases in twisted bilayer transition metal dichalcogenides". Darin zeigen die Forschenden, dass das aus einer verdrehten Doppelschicht bestehende Übergangsmetalldichalcogenid (WSe2) die Realisierung exotischer korrelierter Phänomene wie die Hoch-Tc-artige-Supraleitung ermöglicht, ohne dabei den geometrischen Einschränkungen zu unterliegen, die unter Verwendung von verdrehtem, doppelschichtigem Graphen (Twisted Bilayer-Graphen) auftreten. Auf der Suche nach Supraleitern, die Elektrizität widerstandslos transportieren, untersuchen Forschende zweidimensionale Materialien, um ein besseres Verständnis der Hochtemperatur-Supraleitung sowie anderer exotischer Materialphasen zu erlangen. Zweidimensionale Materialien bestehen aus nur einer Atomlage und können aufeinandergelegt unerwartete Eigenschaften entwickeln. Werden zwei Schichten desselben Materials mit einer leichten Drehung gestapelt, löst dies je nach Verdrehungswinkel unterschiedliche Veränderungen in den elektronischen Materialeigenschaften aus. Twisted Bilayer-Graphen beispielsweise entwickelt so bei hoher Temperatur supraleitende Eigenschaften.


